Eine durchgemachte Nacht später hast du so dein ganzes Archiv in absolute Ordnung gebracht. Macht schon einen guten Eindruck, doch die doofe Darstellung in nichtssagenden Ordner nervt noch immer, denn eigentlich gibts ja zu jeder CD auch ein schickes Cover, das mehr oder weniger liebevoll von den entsprechenden Künstlern gestaltet wurde. Wäre ja cool, wenn die Darstellung in einem Player-Programm genau auf diesen Covern aufbauen würde. Also ab zu www.download.com ,wo du jede Menge Multimedia-Player und Jukebox-Software findest, die von unabhängigen Redakteuren bewertet wird. Schnell findest du ein Programm mit der Höchstwertung - den AlbumPlayer. Der nächste Klick führt dich auf www.albumplayer.com ,wo dir nicht nur das Programm, nach dem du schon ewig gesucht hast, in's Auge springt, sondern vor allen Dingen auch das Preismodell, dass dir für 22,50 Euro alle zukünftigen Updates sichert! Wow, wenn das nicht fair ist, was dann?

Schnell die Demo runtergeladen und direkt wird deutlich, dass dieses Programm all deinen Wünschen nachkommt, denn es findet über 70% Cover zu all deinen Alben, kann dir Lyrics zu 99% deiner Songs darstellen und ist farblich auch noch völlig frei an die Bezüge deines Sofas anpassbar. Die Sache überzeugt, also ab zur Bestellung. Du kannst es kaum fassen, dass der Programmierer, Peter van der Burg, so verständnisvoll auf die Wünsche der User eingeht und im entsprechenden Forum 1A Support liefert. Schnell hast du deine MP3-Ordner in die AlbumPlayer Datenbank importiert (ging wegen der einheitlichen Benennung echt schnell) und erfreust dich an dem berauschenden Erlebnis, wieder einen Bezug zu deinen Alben herstellen zu können, der dir durch die bisherige Ordner-Darstellung irgendwie verwehrt blieb. Als du feststellst, dass du das Verhalten der Anwendung auch noch für Touchscreen-Systeme optimieren kannst, gibt es nur noch eins: Daumen hoch für den Albumplayer.



 
Nachdem Monitor, Aufsatz und Boxen geliefert wurden, baust du die Sachen zusammen. Mit Hilfe eines CD-Rom Laufwerkes, dass du dir vor acht Monaten mal kurz von deiner Schwester ausgeliehen hast, startest du die Windows Installation. Die Platte wird formatiert und Windows installiert. Anschließend baust du das CD-Rom wieder ab. Während Windows die Updates der letzten zwei Jahre herunterlädt, baust du den Aufsatz auf den TFT-Screen. Passt wie angegossen. Da der Rechner eine Internet-Anbindung benötigt, spielst du auch die Viren-Schutz-Software auf, um hierbei auf der sicheren Seite zu sein, denn schließlich gibt es bereits Viren, die gezielt MP3-Dateien löschen und so ein Rückschlag nach der ganzen Mühe wäre wohl nicht so prickelnd. Schließlich installierst du noch den Treiber für den Touchscreen Aufsatz und drückst das erste Mal auf ein CD-Cover. Erwartungsgemäß spielt sich dein Lieblingsalbum ab. Ay Caramba, es funktioniert und macht Bock.

Nachdem du den sich beschwerdenden Nachbarn verklickert hast, das du heute Geburtstag feierst, stehst du in deinem Zimmer und überlegst, wo du die Sache am besten hinstellst, denn der momentane Standort, auf deinem Schreibtisch, ist eher suboptimal. Tastatur und Maus brauchst du erstmal nicht mehr, denn den AlbumPlayer kannst du ja bequem per Touchscreen bedienen und was du an Zeichen eingeben musst, kannst du über die Windows-Bildschirmtastatur regeln. Wohin jetzt also mit dem Monitor? Da du in der Sofa-Ecke keinen Beistell-Tisch oder ähnliches hast und dir zudem aufgefallen ist, dass, wenn du auf den TFT drückst, dieser sich ein wenig nach hinten verschiebt oder zumindest unangenehm wackelt, fragst du dich, ob man auch hier noch etwas optimieren könnte.



 
Da dein Opa der größte lebende Fan von Tim Taylor, dem Heimwerker-King, ist und bei Eigenbau-Projekten immer an vorderster Front kämpft, schilderst du ihm dein Problem. Schnell hat er den passenden Rat bereit: Man müsste ein Element bauen, das frei im Raum positionierbar und somit unabhängig von Beistell-Tischen etc. ist. Als du von Ltd. Warf erzählst und dessen coolen Torpedo-Schaltpult, fällt die Wahl schnell auf einen geneigten Monitor, so dass man direkt drauf schaut, wenn man davor steht. All dies sollte sich wegen der Bedienbarkeit so etwa in Bauch-Höhe abspielen. Die freiere Positionierung wirst du mit entsprechenden Verlängerungen für Monitor und Touchscreen schon irgendwie hinbekommen.

Sehr praktisch, dass jeder TFT auf der Rückseite Gewinde für Schrauben zur Wandmontage hat, da könnte man also gut ansetzen. Es fehlt nur noch der passende Standfuß und ein Verbindungselement. Ein Besuch im Baumarkt bringt als Fuß den zementierten Standfuß eines Sonnenschirmes (kann man mit Lack aus der Spraydose färben), sowie ein ca. 8 cm dickes, hohles Edelstahl-Rohr in 90 cm Länge und ein Winkeleisen zur Verbindung zwischen Rohr und Monitor hervor. Als du gerade Schrauben und was du sonst noch so brauchst, einpackst, überlegst du, wie du die notwendigen Löcher in das Edelstahlrohr bringst und als dein Blick nebenan in der Fernseh-Abteilung auf einen Fernseher fällt, der zeigt, wie Tim Taylor gerade seinem Kollegen Al mit ner Kettensäge den Arm absägt, beschließt du, hierbei auf Nummer Sicher zu gehen und das Rohr beim Bohren auf jeden Fall in einer Schraubzwinge zu fixieren.



 
Du bedankst dich vielmals bei deinem Opa für die Hilfe und richtest noch aus, dass Lilly ihn innigst darum bittet, ihr Auto beim Abschleppdienst auszulösen. Nach zwei Tagen Frickelei, wovon die Hälfte der Zeit dafür drauf ging, die Kabel in das hohle Rohr zu stopfen, steht dein neues Audio-System schließlich vor dir, von Bang&Olufsen-Geräten nur schwer zu unterscheiden. Geiles Teil.